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as gesamte Lügengebäude bricht im Juni 1994 zusammen, als das wohl umfassendste Ermittlungsverfahren gegen die Scientology Kirche sang- und klanglos eingestellt wird (siehe Dokumentation ­ Seite 17).

     Keine Fallzahlen, keine konkreten Angaben, nicht einmal Zeugen. Wo sind sie geblieben, die anonymen Aussteiger?

     Sie haben Angst, so behaupten fanatische Scientology-Gegner, und man fordert Zeugenschutz. Eine weitere Lüge. Frustriert antwortet der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg im Jahre 1992 auf eine entsprechende Anfrage: „Die Frage, ob Zeugenschutz gewährt werden könnte, bejahten die Senatsvertreter, wenn es Zeugen gäbe.“ (Betonung hinzugefügt). Mit anderen Worten, es gibt keine. Beispiele für aufgebauschte und erfundene Horrorgeschichten hingegen gibt es viele, nicht wenige davon auch gerichtlich dokumentiert. Daß die Richtigstellungen dieser Lügen keinen Niederschlag in der Presse finden, ändert nichts an der Wahrheit.

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r. Bryan Ronald Wilson, Professor Emeritus für Soziologie an der Universität von Oxford und einer der anerkanntesten Religionswissenschaftler der Welt hat den Mythos sogenannter Insider-Informationen ehemaliger Religionsmitglieder mit wissenschaftlicher Gründlichkeit untersucht und entlarvt:

     „Jede Religion, die behauptet, einen eigenen definierten Umfang an Doktrinen und Praktiken zu haben, die sie ausnahmslos als ihre eigenen ansieht, ist wahrscheinlich mit dem Umstand konfrontiert, daß von Zeit zu Zeit Mitglieder ihre Zugehörigkeit aufkündigen und sich den Glaubensregeln nicht mehr verpflichtet fühlen. ... Das sogenannte ’Große Schisma’ der östlichen (orthodoxen) und westlichen (katholischen) Kirchen sowie das Entstehen des Protestantismus sind dramatische Beispiele dafür.“

     In seiner Analyse stellt Professor Wilson fest, „daß weder objektive Soziologen noch Gerichte Abtrünnige als vertrauenswürdige oder zuverlässige Informanten betrachten können. Ihre persönliche Geschichte macht sie immer empfänglich für Voreingenommenheit sowohl bezüglich ihrer ehemaligen religiösen Bindung als auch bezüglich ihrer ehemaligen Glaubensbrüder und -schwestern.“

     In Deutschland werden solche ehemaligen Mitglieder von Interessengruppen als „Kronzeugen“ mißbraucht. Ergebnis: Scientology Kirchen und ihre Mitglieder werden massiven Angriffen ausgesetzt, Scheiben werden eingeschlagen, Parolen auf Häuser geschmiert, Scientologen werden auf offener Straße verprügelt, beschimpft, ihre Kinder werden angegriffen, aus Schulen geworfen oder bekommen keinen Kindergartenplatz, weil die Eltern Scientologen sind. Scientologen verlieren ihren Arbeitsplatz, werden aus politischen Parteien ausgeschlossen und dürfen am gesellschaftlichen Leben nicht mehr teilnehmen (siehe Dokumentation ­ Seite 18 und 19).

     Es ist umfangreich dokumentiert, daß Tausende von Scientologen in der Bundesrepublik verleumdet, ausgegrenzt und diskriminiert werden bis hin zur Existenzvernichtung. In Hunderten von aufwendigen Gerichtsfällen und Strafanzeigen müssen sie um jeden Zentimeter ihrer vom Grundgesetz garantierten Rechte kämpfen.


Fortsetzung...



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