AUSSAGEN VON EX-MITGLEIDDERN WAHRHREIT ODER DICHTUNG?


  I
m Glaubensbekenntnis der Scientology Kirche heißt es: „Wir von der Kirche glauben: Daß die Gesetze Gottes dem Menschen verbieten:


[] seine eigene Art zu zerstören;

[] die geistige Gesundheit anderer zu zerstören;

[] die Seele eines anderen zu zerstören oder zu versklaven ...“

     L. Ron Hubbard, Auszug aus dem Glaubensbekenntnis

     Weltweit sind Millionen von Mitgliedern der Scientology Kirche mit der von ihnen gewählten Religion zufrieden und wurden laut eigener Aussage mit Hilfe von Scientology aufrichtiger, fähiger und glücklicher.

     Dieser Umstand ist zwar sehr erfreulich, bietet aber keinen Stoff für kontroverse Diskussionen oder Schlagzeilen. Ein Thema, das die Gemüter weit mehr erhitzt, sind die angeblichen „Opfer“ neuer religiöser Bewegungen, die auf speziell organisierten Veranstaltungen im ganzen Land in Anwesenheit der Medien ihre oft haarsträubenden Geschichten zum Besten geben. Doch welchen Wahrheitsgehalt haben diese Darbietungen? Wenig, oft überhaupt keinen. Die Gefühle und Ängste des Publikums werden in den meisten dieser Fälle schamlos ausgenutzt, wie am Beispiel einer gewissen Anita Stutz verdeutlicht werden kann:

     Vor dem bereits aufgepeitschten Publikum einer Veranstaltung zum Thema Scientology erzählt Anita Stutz mit zitternder Stimme und scheinbar unter Tränen ihre bestürzende „Opfer"-Geschichte. Ihre 13jährige Tochter erscheint auf der Bühne und bestätigt die Ausführungen der Mutter. Die Menge ist entsetzt, Frau Stutz scheint kurz vor einem Nervenzusammenbruch und verläßt, von Helfern gestützt, das Mikrophon. Diese Geschichte schockiert nicht nur Hunderte von Veranstaltungsteilnehmern, sondern auch Millionen von Fernsehzuschauern.

     Noch schockierender ist jedoch die Wahrheit. Denn weder Frau Stutz noch ihr Ehemann waren jemals Mitglied der Scientology Kirche. Vor Gericht entpuppt sich das Schicksal der Frau Stutz als ein Lügengespinst, das einzig und allein ihrer Phantasie entsprungen ist.

     Nachdem bewiesen war, daß es sich bei der Geschichte Stutz um eine freie Erfindung handelt, urteilte das Landgericht Ravensburg (Aktenzeichen: 4 O 194/92) am 27.02.1992 wie folgt:

     „Der Verfügungsbeklagten (Anm.: Frau Anita Stutz) wird es verboten,

      a) zu behaupten, ihr geschiedener Mann ... sei an der Scientology Kirche zerbrochen und/oder ihre Kinder hätten dies erlebt;

     b) zu behaupten, es bestehe ein Zusammenhang zwischen der Verfügungsklägerin (Anm.: die Scientology Kirche Deutschland) und ­ zwei Mordanschlägen auf (Anita Stutz) und/oder ­ Schulden der (Anita Stutz) in Höhe von DM300.000 und/oder ­ einem Prozeß gegen (Anita Stutz) als Heiratsschwindlerin, in den ein Polizist verwickelt sei.

     Für jeden Fall der Zuwiderhandlung wird (Anita Stutz) ... ein Ordnungsgeld bis zu DM500.000, im Uneinbringlichkeitsfalle Ordnungshaft, oder sogleich Ordnungshaft bis zu 6 Monaten angedroht.“ Dieses Urteil wurde vom Oberlandesgericht Stuttgart (Aktenzeichen: 4 U 83/92) am 26.08.1992 bestätigt (siehe Dokumentation ­ Seite 15) .

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